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Die Sakraments-Texte




Immer wieder wird konkret gefragt:
Was sind das denn für Texte, "in der Fassung Rudolf Steiners" ?


Alles, aber auch alles wird heutzutage veröffentlicht.
Auch die Texte Rudolf Steiners.
Die Gesamtausgabe ist offiziell auf einer Festplatte für den Computer
und auch mehrfach - durch verschiedene, nicht offizielle Initiativen veröffentlicht - im Internet zu finden.
Dabei kann man nicht mehr sichergehen, dass diese Texte fehlerfrei und vollständig und richtig sind.

Jahrelang haben wir uns dagegen gewehrt, dass auch die Kultus-Texte im Internet erhältlich sind.
Wir wollen, dass diese Texte in ihrem Kontext wahrgenommen werden,
das ist hier auf unserer Seite - einigermaßen - gegeben.
Und so sollen nun auch die Texte - um die sich hier fast alles dreht -
auch hier, in diesem Zusammenhang, zur Kenntnis genommen werden können
und gleichzeitig mit den ansonsten nicht vorhandenen Anmerkungen und den praktischen Handlungsanweisungen.


Der Schutz der Sakraments-Texte
liegt - zeitgemäß - nicht mehr in der Zurückhaltung der gedruckten Texte,
sondern im nötigen Schwellenübertritt:
in der Verwirklichungs- und Wandlungs-Kraft der Handlung selbst als Gemeinschafts-Tat,
im Offenbarwerden Seiner Anwesenheit, im Erleben der Vereinigung mit Ihm, letztlich in Seiner Gnade.
Wem der Durchbruch zu dieser Realitätsebene nicht gelingt,
dem bleibt auch der Text und selbst die Handlung
nur unwirksamer und unverständlicher "Schall und Rauch", und missbräuchlich benutzt schädlich...


Es kann heute kein "Geheimnis" um diese kostbare Gaben gemacht werden;
wer diese Texte, diese Offenbarungen sucht, soll und muss sie finden
und soll sie auch unverfälscht vorfinden können;
wer dann dafür Verständnis finden will, wer ihre Tiefe finden will,
kommt nicht daran vorbei, sie auch meditativ zu erarbeiten
(und das ist mit der Buchform sinnvoll gegeben und möglich)
und vor allem die Wandlungsrealität in der gehaltenen Handlung konkret zu ERleben ...

Alle Sakramentstexte und Angaben und Hinweise, etc. dazu
finden Sie im Kultus-Handbuch "Die Sakramente ..." siehe Literatur !



Sie finden folgend einen Auszug der hauptsächlich praktizierten Sakramente :

TAUFE, TRAUUNG, BESTATTUNG und die OPFERFEIER.

Zu Details schauen Sie bitte im Kultushandbuch "Die Sakramente ..." ,
bzw. in Verwendete Rituale nach !









DIE TAUFE




DAS SAKRAMENT DER

TAUFE


Ein Empfangskultus



Vor dem Handlungshaltenden stehen auf einem Tischchen, mit blauem Tischtuch
und darauf rotem Deckchen, drei Gefäße [zu einem Dreieck angeordnet,
dessen Spitze zu den Eltern hinweist - siehe Zeichnung Anmerkungen] :
links SALZ, rechts ASCHE, Spitze WASSER.
Dem Handlungshaltenden gegenüber, auf der anderen Seite des Tischchens,
sitzen die Eltern und Paten mit dem Täufling.)

(Anmerkungen aus der aktuellen Erarbeitung und Praxis der FCAG.)



(Man spricht zunächst, wie im inneren Monolog, das folgende Gebet:)


Zu euch Weltengeister

Wende sich mein Wollen,
Mein Fühlen und mein Denken -

Durch die Kraft des
Alldurchdringenden Wassers,
Durch die Macht des
Allerhaltenden Salzes,
Durch das Gewicht der
Allerneuernden Asche -

Dass ich führe
Diese Seele
in die Gemeinde **
des Christus Jesus.

(Nun wendet sich der Handlungshaltende an die Anwesenden:)

Meine liebe Taufgemeinde *** :
Diese Seele, die herabgesandt
Aus der Geist- in die Erdengemeinschaft,
Wir sollen sie empfangen
Und tragen
in die Gemeinde **
des Christus Jesus.

Sie stammet dem Leibe nach
Aus göttlicher Weltenkraft;
Sie stammet der Seele nach
Aus göttlichem Wirkensworte;
Sie soll der Geistessphäre leben
Aus göttlichem Geistesziel.


Als die Wächter
bestellen sich, aus des Herzens Opferkraft:

(Die Namen der Paten werden genannt und dabei der/ dem jeweiligen
die Hand gegeben.)

Vorname, Nachname / Vorname, Nachname ,


(Der Handlungshaltende spricht danach weiter zu den Paten:)

Dass ihr führet diese Seele
in der Gemeinde **
des Christus Jesus.
Das soll euch sagen in diesem Feieraugenblicke
Eures Herzens Opferkraft.

(Nun tritt der Handlungshaltende vor das Kind und spricht:)

Hinaufschauend zu der Geisteswelten
Lichtgewalten,
Mich erfühlend mit der Kraft der
Christgemeinschaft,
Nenne ich dich Vorname



______________________________


Hier ggf. wie folgt A. , oder B. =

Einfügung der biblischen Taufformel.


Im Anhang an die Substanzen:

A. 1 :
im Namen des Vaters
A. 2 : im Namen des Sohnes
A. 3 :
im Namen des Hl. Geistes


Oder B.
- um den Anerkennungsvorschriften vollständig zu genügen -
den ganzen Satz nach obigen Absatz :

Ich taufe dich Vorname : ....
Im Namen des Vaters *
Und des Sohnes *
Und des Heiligen Geistes. *

( * Dabei gieße man ggf. dem Täufling etwas Wasser über das Haupt.)
( * Ggf. mit Kreuzzeichen [= dreimal, oder Sonnenkreuz: senkrecht, waagrecht, Kreis] )


_______________________________




(Der Handlungshaltende benetzt nun Zeigefinger und Mittelfinger
mit dem Wasser und spricht:)

Dies sei nicht gemeines Wasser,
Es sei des Geistes alldurchdringende Kraft.
Ich taufe dich Vorname A. 1 )

(Mit dem Wasser wird ein Dreieck auf die Stirn gezeichnet.)

mit dem Wasser
alldurchdringenden Weltengebärens.


(Der Handlungshaltende taucht noch einmal die beiden Finger in das Wasser,
dann in das Salz und spricht:)

Dies sei nicht gemeines Salz,
Es sei der Seele allbewahrende Macht.
Ich taufe dich Vorname A. 2 )

(Mit dem Salz wird ein Viereck auf das Kinn gezeichnet.)

mit dem Salz
allbewahrender Weltenmächte.


(Der Handlungshaltende benetzt die beiden Finger wieder mit Wasser
und taucht sie dann in die Asche und spricht:)

Dies sei nicht gemeine Asche,
Sie sei des Menschen allerneuerndes Ziel.
Ich taufe dich Vorname A. 3 )

(Mit der Asche wird ein Kreuz auf die Herzgegend gezeichnet.)

mit der Asche
allerneuernder Weltenziele.


So lebe
in der Gemeinde **
des Christus Jesus Vorname ;

Durch des Wassers Gebärungskraft,
Durch des Salzes Erhaltungsmacht,
Durch der Asche Erneuerungskraft;

In des Vaters Weltensubstanz,
(Kreuzzeichen über das Kind)

In des Christus Wortestrom,
(Kreuzzeichen über das Kind)

In des Geistes Lichtesglanz.
(Kreuzzeichen über das Kind)



(Nun spricht der Handlungshaltende zur Taufversammlung:)

Ich habe vor und mit
euren denkenden Geistern,
vor und mit
euren fühlenden Seelen,
vor und mit
eurem Menschenwollen,
diese/n Vorname Nachname

geleitet
aus Geistes-Lichtes-Welten
In die Gemeinschaft des Christus Jesus.

Leitet diese Seele, auf dass sie
sei,
wachse,
werde
in der Christgemeinschaft.
Amen.


Vater unser,
der Du bist in den Himmeln,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein
ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
- in Ewigkeit.

Amen!







___________________________________________________________


Original Rudolf Steiner,
1921 an Wilhelm Ruhtenberg in Stuttgart.
Einfügungsvorschläge : Initiative, freie christliche Arbeits-Gemeinschaft, Stand 2017.
Handlungsanweisungen sinngemäß R. Steiners und gemäß der aktuellen Praxis: IFCAG / CG.

____________________________

** Gemeinschaft
*** Taufgemeinschaft

Siehe Text u.a. auch: GA 343 (1993), 5.10.1921, vormittags, S. 375-379.

Es wird reine Holzasche, reines Salz und reines, destilliertes Wasser genommen.
Diese Taufe ist ausdrücklich als eine Kindertaufe (für Neugeborene)
zum Anfang des Lebens gedacht. (Rudolf Steiner, GA 343 [1993], S.372).



Einfügungsvorschläge
siehe oben im Text :

A. ) :
Im Taufakt wird zu den entsprechenden Substanzen
auch die damit angesprochene Trinität genannt, siehe A. im Text.

oder B. ) : Die Taufformel wird zusammenhängend
vor oder nach dem Teil der Anwendung der Substanzen vollzogen,
siehe oben im Text.


Durch die wortwörtliche Hinzunahme dieses "Taufbefehls" und des Wasserübergießens
muss diese Taufe von allen Kirchen als christliche (Not-)Taufe,
der Täufling als getauft und «Christ» anerkannt werden.

FCAG, VDL





Der biblische Taufauftrag

« Und Jesus trat zu ihnen und sprach:
Mir ist alle Gewalt übergeben im Himmel und auf der Erde.
Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker
und taufet sie

im Namen des Vaters und des Sohnes
und des heiligen Geistes.
»

(Matt. 28,18-19)





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Weitere Tauf-Texte

Die Taufe an Ruhtenberg ist zwar diejenige die sich durchsetzte,
doch gibt es von Rudolf Steiner eine weitere, wahrscheinlich fragmentarische,
mehr rosenkreuzerisch tendierte Formulierung für eine Taufe,
die er im August 1920 dem Anthroposophen und freien christlichen Religionslehrer
JOHANNES GEYER übergab.

Weil ihr aber die - in der Regel gewünschten - Teile der Namensgebung und der Patenschaft
und ebenso die biblische Taufformel fehlen, findet diese Taufe seltenst Zuspruch.

Näheres über diese Taufe ist leider nicht mehr bekannt.
Weil es sich hier um einen "freien" Sakramentstext Rudolf Steiners handelt
und zum Vergleich und als Hinweis, dass doch immer mehrere Gesichtspunkte
und damit Formen und Texte möglich sind,
sei auch er hier aufgeführt.






Fragment einer

Taufe



Dreimalige Besprengung mit Wasser, dem Salz und Holzasche zugesetzt wurde,
und Zeichen des Rosenkreuzes (Sonnenkreuz) an Stirn und Brust.


Ex Deo nascimur,
In Christo morimur,
Per spiritum Sanctum reviviscimus.

In sale sapientiae aeternae
et in aqua regenerationis
et in cinere germinante terram novam
omnia fiant
per Elohim
Gabriel, Raphael et Uriel
in saecula et aeonas.

Amen.


Deines Denkens Licht,
Es beginnt zu leuchten
Auf deinem Lebensweg.
Ich will es sinnend lenken
In deinen Geistesstrom.

Deines Fühlens Wärme,
Sie beginnt zu strömen
Auf deinem Lebensgrunde.
Ich will sie sinnend lenken
In deinem Seelenweben.

Deines Willens Kraft,
Sie beginnt zu wirken
In deinen Lebensgliedern.
Ich will sie sinnend lenken
In dein ganzes Menschenwesen.




......................................................................

Eine Übersetzung des lateinischen Textes

Aus Gott sind wir geboren.
( Aus dem Göttlichen weset die Menschheit. )
In Christus sterben wir.
( In dem Christus wird Leben der Tod. )
Im Heiligen Geiste auferstehen wir.
( In des Geistes Weltgedanken erwachet die Seele. )
( R.Steiner, siehe auch Grundsteinspruch )

Im Salz (der) ewigen Weisheit
( Von ewiger Weisheit erfülltes / durchzogenes Salz )
Und im Wasser der (Neu-/)Wiederbelebung
( Im wieder neu belebten Wasser )
Und in der Asche, die die neue Erde sprießen lässt,
Geschieht alles,
Durch die Erzengel Gabriel, Raphael und Uriel,
In Ewigkeit und Zeitenläufe.
Amen
( AUM )


VDL


____________________________________

Original Rudolf Steiner, im August 1920 an Johannes Geyer, Stuttgart.
Siehe Text u.a. auch:
«Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe» Heft Nr.110, Ostern 1993, S.15.







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Fragen an eine freie christliche Kinder-Taufe


Im Wahrnehmungsprozess des Sakramentes,
im Gespräch zwischen Eltern, Paten, Zelebranten,
ergeben sich oftmals individuelle Fragen, Bedürfnisse, Gestaltungsvorschläge ...
Zwei Gesichtspunkte spielen dabei eine wesentliche Rolle:


1. Gemeinde oder Gemeinschaft ? :

Für eine kirchenunabhängige, freie christliche Taufe sind «die anderen Lebensumstände» zu berücksichtigen:
Der Täufling wird hier nicht (wie jedoch in der Kirche «Die Christengemeinschaft»)
in eine spezielle Religionsgemeinschaft / Kirche / Gemeinde hineingestellt, sondern ins Allgemein-Menschheitliche,
in die universale Christus-Gemeinschaft.
(Steiner, 19.6.1924, GA 300, Bd.3, S.179)

Im Text könnte dementsprechend « Gemeinde » durch « Gemeinschaft » ersetzt werden.
Rudolf Steiner gab diesen Text mit diesem Gemeinde-Begriff dem allgemein-priesterlich,
frei christlich handelnden Ruhtenberg als es noch keine CG gab, Ruhtenberg besaß aber keine eigene "Gemeinde".
Rudolf Steiner benutzte diesen Begriff also ganz unspezifisch, allgemein!
Heute hingegen wird darunter doch die «kirchliche Orts-Gemeinde» verstanden.
Der Ersetzungsvorschlag beugt Missverständnissen vor und ist vor allem aktuell eindeutig und wahr.


2. Christen-Gemeinschaft
Anerkennung der Taufe :

Ein weltweiter Konsens - fast - aller Christen und Kirchen betrifft die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen
durch die Taufe und zwar durch die Wassertaufe, vor allem aber durch die biblische Taufformel
mit Christi Taufauftrag und -worten (Matt. 28,19).
Insbesondere weil diese Worte in der Taufe, wie sie Rudolf Steiner formulierte und die «Christengemeinschaft» praktiziert,
fehlen (weil vor 100 Jahren Ökumene noch nicht existierte und somit im Text von Steiner nicht berücksichtigt wurde),
wird diese bis heute und damit das Christ-Sein des Täuflings durch die (kirchlich organisierte) Christenheit nicht anerkannt.
(Damals war ein ökumenisches Bewusstsein noch nicht ausgebildet und gefordert, heute ist es unabdingbar.)
(Entscheidung der EKD vom 31.5.1949, bestätigt 1969, und der Kath. Kirche: 9.3.1991, Acta Apostolicae Sedis, 1991.)

Das Problem dabei heute ist nicht, dass die Anrufung der Trinität in dieser Taufe nicht gesehen wird,
sondern die Abweisung des Minimalkonsenses der Christenheit durch «Die Christengemeinschaft»:
des wortwörtlich vollzogenen, biblischen Taufbefehls.
Es ist vor allem ein soziales Problem... Die Nichtanerkennung verbaut dem Täufling
die evtl. spätere Teilnahme an einem kirchlichen Leben, bzw. zwingt ihn zur Wiederholung der Taufe.
(Wer weiß, was der Täufling in 30 Jahren vorhat: Mitgliedschaft, Patenschaft, Trauzeugenschaft, kirchliche Heirat,
kirchlicher Arbeitsplatz, etc. Die Taufe würde dann in allgemein anerkannter Weise wiederholt werden müssen.)

Diese Position der «Christengemeinschaft» tangiert aber nicht den freien Christen.
Wer die Zukunft des Täuflings offen halten und ihm eine Ausgrenzung ersparen,
vor allem aber ihn in die direkte und überkonfessionelle Gemeinschaft des Christus selbst stellen will,
sollte der biblischen Forderung Jesu Christi entsprechen:
durch die Gewissensnot, die christliche Taufe zwar empfangen,
aber keine spezielle Kirche in Anspruch nehmen zu wollen
oder zu können, und unter Verwendung der biblischen Taufformel und des Wassers
würde die Anerkennung dieser Taufe (zumindest als gültige «Not-Taufe»)
durch die weltweite Christenheit als «Christ» gegeben sein.
Offen bleibt lediglich die Mitgliedschaft in einer bestimmten Kirche,
das aber ist ja mit einer "freien" Taufe gewollt.

( «Erklärung der Bischofskonferenz der VELKD zur Lehre vom Sakrament der heiligen Taufe vom 25.07.1950» :
«Jede Taufe mit Wasser unter Anrufung des dreieinigen Gottes wird als christliche anerkannt.» [ABl. 1951 A 21]

«Alle christlichen Kirchen anerkennen auch jede anderswo vollzogene Taufe,
sofern sie unter Verwendung von Wasser auf den Namen des dreieinigen Gottes vollzogen wurde ..» [ABl. 1960 A 19];
dies entspricht einem Beschluss der Kirchenleitung der VELKD vom 04.11.1959 [ABl. VELKD Bd. I S.178]
[Immer noch gültig. VDL] )

Hier im Tauftext ist diese ökumenische Möglichkeit formuliert (siehe A. oder B.).

Wir raten sehr dazu, sich damit in den allgemein-menschheitlichen Christus-Willen,
in die ganze Christen-Gemeinschaft zu stellen und nicht nur in den rechtlichen, bzw. spirituellen Strom
einer speziellen Konfession oder gar "Sondergemeinschaft"...



Wasser & Taufe :

Mit der Wassertaufe wird dem Täufling Wasser übergegossen (bzw. wird er unter- oder eingetaucht).
Da der Wasserakt im Ritual schon enthalten ist, muss er grundsätzlich nicht noch einmal vollzogen werden.
Prinzipiell kommt es nicht auf die Quantität des Wassers an, auch nicht darauf, was an speziellen, kultischen Elementen
außerdem vorhanden ist; hier haben sich in jeder Kirche, abweichend von den Formen und Texten der Taufe des Urchristentums, unterschiedlichste Liturgien entwickelt.
Daher ändert sich durch die Hinzunahme weiterer Substanzen - Salz und Asche -
nicht das Motiv, Prinzip, die Funktion und Wirksamkeit der Taufe.
Allerdings bestehen manche Kirchen - s.u.! (so auch die katholische) -
auf ein echtes und dreimaliges Übergießen des Wassers,
eine Benetzung reiche nicht aus... :
( «Einschärfung der Agende III, wonach die Taufe durch Begießen mit Wasser zu vollziehen ist,
und nicht etwa nur mit benetztem Finger - damit die Katholische Kirche aufhöre,
Taufen in der EvLKS in Zweifel zu ziehen und bei Übertretenden eine Konditionaltaufe durchzuführen»
VO über Konditionaltaufen, vom 01.07.1966 [ABl. 1966 A 42], EvLKS

«Bezüglich der Glaubensgruppe 'Christengemeinschaft' hatte der Rat der EKD empfohlen,
die in der 'Christengemeinschaft' vollzogene Taufe nicht anzuerkennen:
sie erfolgt nämlich laut deren Agende nur mittels wasserbenetzter Hand, also nicht durch Begießen,
und die trinitarische Formel wird nicht schlicht verwendet, sondern unter Beimischung erläuternder Worte.»
VO über das Verhältnis der Landeskirche zur "Christengemeinschaft" [ABl. 1949 A 24], EvLKS ;

«Es ist mit großer Wahrscheinlichkeit zu vermuten, dass Taufen,
die gemäß der Agende der 'Christengemeinschaft' durchgeführt wurden, der Stiftung Christi widersprechen.
Also muss an Übertretenden die Taufe (nochmals) nach normalem Ritus vollzogen werden.»
Vgl. Stellungnahme des Theologischen Ausschusses der VELKD vom 20.-22.03.1957 )





Taufzeugnis :
Über die Taufe - mit Wasser und Taufformel - kann und sollte den Eltern (für den Täufling zur evtl. späteren Verwendung)
eine Urkunde ausgestellt, bzw. ein Eintrag ins Familienstammbuch vorgenommen werden,
worin eine gültige Taufe zum Christen bescheinigt wird.
(Muster bei der FCAG erhältlich.)


P.S.: Ablehnung durch «Die Christengemeinschaft»:
Im Gegensatz zur weltweiten Christenheit erkennt «Die Christengemeinschaft»
(auch wenn einzelne Priester dies individuell anders handhaben) die «freie christliche» Taufe
(trotz fast gleichem Ritual und Text) nicht an und verlangt eine erneute Taufe durch deren eigene Priester,
wenn der frei christlich Getaufte z.B. in der CG konfirmiert werden möchte (Stand 6/2019)
- angeblich weil sie nicht von (der CG) "Geweihten" und damit "ungültig" vollzogen sei;
andererseits aber wird u.a. die evangelische Taufe anerkannt, die auch von "Nichtgeweihten" gespendet wird...
Inoffiziell wird zugegeben, dass es tatsächlich um die Monopolansprüche
an den von Rudolf Steiner gegebenen Sakramentstexten geht.
Siehe die Behandlung der Problematik im Info-Buch «Freie Sakramente heute?».



Literaturempfehlung
zum vertieften, anthroposophischen Verständis der Trinität :
Alfred Schütze, «Vom Wesen der Trinität», Verlag Urachhaus, ISBN 3-87838-128-x




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Zur Not-Taufe

Immer wenn eine besondere Not besteht - und das muss nicht unbedingt eine physische (Lebensgefahr) sein,
es "gilt" auch die psychische, "innere" Not, der Gewissenskonflikt der Eltern/Taufgemeinschaft
keine der traditionellen Kirchen oder Texte/Liturgien wählen zu können oder zu wollen,
warum auch immer - dann kann eine Not-Taufe vollzogen werden,
die ggf. später durch eine vollständige ergänzt werden kann.
Denn auch die «Not-Taufe» ist eine "gültige" Taufe !
Das gilt für den Säugling (Kinder-Taufe) wie für den Erwachsenen.

Was, welche, wessen Taufliturgie ist denn "gültig" und was nicht ?
Jesus Christus macht in der Bibel keine Vorschriften zum Inhalt und zur Gestaltung des Taufrituals
und keine Einschränkungen bezüglich des Spenderkreises,
sondern gibt lediglich einen Satz (Matt. 28,18-19) - s.u. - vor.
Auch die traditionellen Priester-Kirchen (wie auch die «Christengemeinschaft») erkennen an,
dass die "Not"-Taufe jeder Christ gültig vollziehen kann !
Und ER wird sowieso niemanden verstoßen, nur weil evtl. der Tauftext etc.
irgendeiner Religionsgemeinschaft nicht genehm ist...!
Das Er-gibt also auch die Chance, etwas ganz Eigenes zu formulieren,
wenn man mit dem kirchlichen (oder auch ggf. mit dem «Ruhtenberg-Text» wie er hier aufgeführt ist)
nicht übereinstimmt.
Z.B. kann die Namensgebung und die Patenschaft hinzugenommen werden.

Welchen Text nehmen Sie dazu dann? :
Den Sie in Ihrem Herzen ER-spüren...!
Für den akuten Notfall reicht folgende Handhabung :


« Ich taufe Dich (Vor- & Nachname)
im Namen
des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. »

Dabei gießen Sie dem Täufling dreimal etwas Wasser über die Stirn.



Sie können das Wasser zuvor weihen,
so wie Sie die ganze Liturgie individuell
den gegebenen Möglichkeiten und Bedürfnissen anpassen können, ja müssen.

Um die Taufe (wenn das Kind nicht stirbt) später nachweisen und ggf. Entsprechendes ergänzen zu können,
ist es praktisch auch über diese Taufe eine "Bescheinigung" auszustellen.
(s.o., Anfrage eines Musters bei uns.)









Erwachsenen - Taufe ?

Kinder- oder Erwachsenen-Taufe? Was ist die wirkliche Taufe?
Die Taufe hat eine ihrer Wurzeln in den Einweihungen der alten Mysterien.
Das Eintauchen in den christlichen Strom durch das Untertauchen in den Wasserstrom
war im Urchristentum nicht nur Bild.
Esoterisch gesehen gab damals das Untertauchen die Möglichkeit
in eine Art Nahtodesprozess zu kommen,
der Einsichten in die Geistige Welt und ein ERkennen dieser ergab.
Das Bekenntnis zum Christus setzte den individuellen und mündigen Entschluss voraus.
Deshalb fand die Taufe damals in der Regel als Erwachsenen-Taufe statt.
Das hat sich im Laufe der Zeit aus vielerlei Gründen geändert.
Statt der Erwachsenen-Taufe fand sich bald in fast allen Kirchen die Kinder-Taufe,
die nun ganz neue Aufgaben erhielt:
Statt Bekenntnis und "Dienstantritt" wurde sie vor allem zur Inkarnationshilfe,
aber leider und vor allem auch zur Vereinnahmung des Täuflings als Mitglied der Kirche
und der Taufakt als ein juristischer.
Der hier veröffentlichte Text ist ausdrücklich für Neugeborene gedacht!
(Er kann, in umgearbeiteter Form, ggf. auch für eine Erwachsenen-Taufe dienen.)

Ist die Taufe von Kindern also eine "richtige" Taufe ?

Eigentlich nicht;
sie ist ein Empfangskultus, eine Inkarnationshilfe, natürlich nicht ein pfingstlich
bewusstes Ja des Täuflings.
Die Taufe braucht wieder eine Ergänzung durch Aufgaben,
die ihr ursprünglich mit der Taufe des Erwachsenen gegeben waren.
Oder sind diese bereits vorhanden und lediglich in ein anderes Sakrament transformiert?

Fragt man nach, findet man Antworten in dem Sakrament der Weihe.

Der Auftrag Jesu «Gehet hin und machet zu Jüngern .. taufet .. und lehret ...»
bedeutet «sakramental» zu handeln,
denn die Taufe ist überall ein «Sakrament».
Martin Luther betonte den Zusammenhang von Taufe und Weihe:
«Was aus der Tauf krochen ist, das mag sich rühmen, dass es schon
Priester, Bischof und Papst geweihet sei.»
Die Entscheidung, meinen Schwestern und Brüdern in den Hoch- und Notzeiten des Lebens
auch sakramental und auch lehrend zur Verfügung zu stehen, kann aber nur eine sein,
die wir als ER-wach-sene treffen können.
Das Ritual der Kinder-Taufe (und auch später dann die «Jugendfeier»)
mit ihrer ganz anderen Funktion
kann diese Tätigkeit, das Jünger-Sein nicht fordern.
Sie bleibt daher ergänzungsbedürftig.
So rechtfertigt sie die dann vollbewusste JCh-Verbindung, den "Dienstantritt"
des Erwachsen-Gewordenen.
Das «Sakrament der Verbindung» (Steiner) - die Weihe -
ist solch ein bewusster Aufwach-, Neu-Verbindungs- und Auftragsannahme-Akt.
Hier wird der Täufling zum erwachten, tätigen Jünger und Diener...


Wer diese Schritte - eine angepasste Kindertaufe, bzw. eine neu,
dementsprechend gefasste Christ-"Weihe" als Taufe -
als noch nicht getaufter Erwachsener (noch) nicht gehen will, und noch nicht getauft ist,
kann mit dem Taufenden das Tauf-Ritual entsprechend
den individuellen Bedürfnissen und Notwendigkeiten
- siehe Not-Taufe - gestalten.

Wenn man später die/eine Christ-«Weihe» vollziehen würde,
wäre das eine Ergänzung, eine Vervollständigung der Kindertaufe und keine Wiederholung,
sondern eigentlich erst die JCHbewusste und damit wirkliche und urchristliche
(ER-wach-senen-)Taufe...

Hier stehen wir vor der Herausforderung eine dementsprechende Form zu bilden.
Wie diese Texte aussehen könnten,
muss die handelnde Gemeinschaft mit dem Täufling selbst erarbeiten.




Die Kinder-Taufe ist Weihnacht,

die Erwachsenen-Taufe - die Christ-«Weihe» - ist Pfingsten,
ist das Geschenk und der Auftrag des österlich Auferstandenen...









Aus den Weiten des Himmels
kommende Menschenseele,
die du deinen Fuß
auf eine aus ihren Tiefen Wärme strahlende
und auf ihrer Oberfläche von Wind und Wasser
umtoste Erde setzest,
um dich in einem warmen, festen und flüssigen Leib
zu verkörpern,
hier das Rätsel des Daseins zu empfinden
und die erhabene Gottheit zu suchen und zu begreifen
- du betrittst den Schauplatz
von Wasser, Salz und Asche,
von strömender, formgebender und auflösender Bildekraft.
Eingetaucht und getauft wirst du,
ob du es weißt oder nicht,
in das dreifaltige Urgesetz dieses Gottessterns.
Nun lebe, erfahre das Schicksal der Erde
und wende dich
in deinem Dasein, deinem Wachsen und Werden
in Ehrfurcht zu Gott
dem Vater, dem Sohne und dem Heiligen Geiste.

Kurt von Wistinghausen









Die Trauung



DAS SAKRAMENT DER

TRAUUNG




(Vor den Plätzen des Brautpaares und der Trauzeugen, wobei das Brautpaar in der Mitte sitzt
und die Trauzeugen rechts und links von ihnen,
vor ihnen steht ein Tischchen mit einer roten Decke.
Auf dem Tisch liegen zwei Stäbe, dazu ein rotes Band;
dahinter steht ein Bild mit dem Antlitz des Christus.
Der Handlungshaltende steht dem Brautpaar gegenüber auf der anderen Seite des Tischchens.




Im Namen dessen,
Der Erdenwirken
Zu Geisteswirken
In eigner Opfertat
Wandelte,
Stehe ich vor euch,
Vor dir Vor- und bisheriger Nachname Mann,

vor dir Vor- und bisheriger Nachname Frau, *

Und vor euch

Vor- und Nachname (1.Trauzeuge) ,

Vor- und Nachname (2.Trauzeuge) ,

Und vor euch allen,
Die ihr Zeugen sein wollet,
Dass Vor- und bisheriger Nachname Mann
und Vor- und bisheriger Nachname Frau *
Sich verbinden wollen zum heiligen Ehebund.

Und so frage ich dich
Vor- und bisheriger Nachname Mann :
Gedenkst du in jene Entschlüsse,
Mit denen du in der Geistwelt wandelst,
Aufzunehmen
Des Lebens Gemeinsamkeit
Mit Vor- und bisheriger Nachname Frau ?

(Antwort Mann:)

Ja.


Und so frage ich dich
Vor- und bisheriger Nachname Frau :
Gedenkst du in jene Entschlüsse
Mit denen du in der Geistwelt wandelst,
Aufzunehmen
Des Lebens Gemeinsamkeit
Mit Vor- und bisheriger Nachname Mann ?

(Antwort Frau:)
Ja.


Nachdem Vor- und bisheriger Nachname Mann
und Vor- und bisheriger Nachname Frau *
Durch ihres Wortes Kraft
Besiegelt haben
Ihres Lebens Gemeinschaft,

Wendet sich zu euch (zu den Trauzeugen:)
Meiner Seele mahnendes Wort:

Eure Augen haben gesehen
Eure Ohren haben gehört,

1 ) s.u.

Dass sich verbunden haben
Dieses Mannes Geisteswille
Mit dieser Frau Seelengeist
Zur Lebens-Gemeinsamkeit.

Nie darf aus euren Herzen schwinden,
Nie darf aus eurer Seele sich verlieren
Bewusstsein dessen,
Was ihr gesehen, was ihr gehört.
Nie darf aus eurem helfenden Willen
Sich hinwegstehlen
Lebendiger Beistand,
Den ihr damit gelobet
Dem Leben derer,
Die jetzt vor euren Augen
Suchen das Tor
der Lebens-Gemeinsamkeit.

(Der Handlungshaltende nimmt aus/von der Hand der Frau "ihren" Ring
[den in Zukunft der Mann tragen wird]
und legt ihn auf den Tisch vor dem Mann nieder.
Entsprechend geschieht es mit dem Ring des Mannes.
Oder die Ringe liegen auf dem Tisch und werden von dort genommen.
Alles geschieht vor dem Bilde Christi.)

Es rundet der Ring
Die Ecken des Lebens.
Es fasset der Ring
Das Weben des Seins.
Im Ringe lebet,
Was aus dem Einzelnen
Sich schließet zum Ganzen.

Nimm hin
(Der Ring des Mannes wird der Frau angesteckt. 2))

Den Ring
Des Kräfteschließens,
Des Herzenbindens.

Nimm hin
(Der Ring der Frau wird dem Mann angesteckt. 2))

Den Ring
Des Kräfteschließens,
Des Herzenbindens.


(Es werden die zwei Stäbe mit einem roten Band zu einem Kreuz verknotet.
Der Handlungshaltende hält dieses Kreuz den zu Trauenden vor.)

Es bindet sich
Was getrennt,
Es leuchtet Geistgebund'nes
In Seelenreichen
Zu des Lebens Gemeinsamkeit.
Es schaut eines Gottes Geist
Auf die Bindung
Des Getrennten
Zum Einenden.

2) s.u.


Du, Vor- und bisheriger Nachname Mann
Leuchte ihr Vor- und bisheriger Nachname Frau
Voran mit dem Lichte,
Das der Wieder-Erstandene

(Der Handlungshaltende weist nach dem Bilde Christi.)

In deinem Geiste leuchten lässt.

Du, Vor- und bisheriger Nachname Frau
Folge ihm Vor- und bisheriger Nachname Mann
In dem Lichte,
Das der Wieder-Erstandene

(Der Handlungshaltende weist nach dem Bilde Christi.)

In deiner Seele leuchten lässt.



( Mögliche ANSPRACHE für das Brautpaar: )

Liebes Brautpaar, . . .

Ja, so sei es. 1)



Unter Christi Augen,
In Geistes Webe-Welten
Hat gesegnet
Des Wortes Kraft
Die Lebens-Gemeinsamkeit;
Wir alle
Wollen bewahren
Die Siegelkraft
Des Wortes,
Das gesegnet hat
Was Seelen wollen
In Wesenseinigkeit.

Über dem Schicksal
Von Vorname Mann und Vorname Frau *
zukünftiger Familiennamen

Walte Gottes segnende Macht,
Wirke Christi helfende Kraft,
Leuchte Geistes strahlendes Licht.
Aus Gottes Welten
Kamen eure Seelen;
Sie fanden sich
Im Erdensein.

Geisteslicht
Leuchte
Ihrem Erdendenken,
Seelenwärme
Strahle
Ihrem Erdenfühlen,

Herzensinnigkeit
Krafte
Ihrem Erdenwollen
Zu ihrem Lebensglücke,
Zu der ganzen Menschheit
Heil und Glücke.

(Segnung:
Der Handlungshaltende hebt beide Hände nach hoch oben
über die Häupter der zu Trauenden,
dann lässt er sie herabsinken bis zu deren Kopfhöhe,
nach vorne im Ellenbogen gebeugt
und führt sie dann zurück vor die eigene Brust,
bis sie dort kreuzweise zum aufliegen kommen;
dann löst er die Geste wieder.)

Ja, so sei es.

Amen!









________________________________________________________

Original Rudolf Steiner,
Frühjahr 1922 an Wilhelm Ruhtenberg.
Handlungsanweisungen sinngemäß R. Steiners und gemäß der aktuellen Praxis: IFCAG.
Freie christliche Arbeits-Gemeinschaft, Stand 2003.

1) Nicht in der Originalhandschrift Steiners, in der CG üblich.

Siehe Text u.a. auch:
GA 345 (1994), S. 146-157, handschriftliches Original (Faksimile).

* Die maskuline / feminine Reihenfolge sollte auch tauschbar sein, also statt
Mann - Frau = Frau - Mann ( IFCAG)

Das Bild des Christus (für den Tisch) lasse man von den Brautleuten wählen
(und könnte nach der Trauung mitgenommen werden, ebenso die zwei Stäbe
(von einem Baum/Rose, etc. wozu eine besondere Beziehung besteht...).
Entsprechend der gewollten Bedeutung und Wirkung ist auch wählbar,
ob der Handlungshaltende die Ringe dem Brautpaar ansteckt,
oder das Paar dies selbst vollzieht. (IFCAG)

Es kann eine Traubescheinigung ausgestellt werden. Muster bei der IFCAG erhältlich.




Alle Texte hier : Ohne Gewähr!
Siehe Kultushandbuch "Die Sakramente..." ! : Literatur









Die Sterberitualien



LETZTE ÖLUNG


Leidet jemand unter euch, der bete ...
Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde,
dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn.
Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten.
Jak.5, 13 ff.



So wie sich die Sterbeweihe in drei Schritten entfaltet,
so auch die Letzte Ölung:

Sie beginnt mit der
- Lebensschau (Beichte),
geht über zur
- Kommunion
wenn möglich der ganzen Opferfeier
(wenn nur die Kommunion erteilt werden kann,
muss eine sinnvolle Kürzung der Opferfeier bedacht werden,
je weniger gekürzt werden muss, desto besser) -
und erfüllt sich in der
- Ölung selbst.







(Man kann * mit der Bekreuzigung (Sonnenkreuz) beginnen
und spricht dazu:)

Im Namen des Vaters
und des Sohnes
und des Heiligen Geistes.


(und dann anmerken:)

Wir hören das Hohepriesterliche Gebet aus
(dem Evangelium des) Johannes, im 17. Kap. :

Jesus versetzte sich in die Geistesschau
und sprach:
Väterlicher Weltengrund:
lasse offenbar werden Deines Sohnes Schaffen,
damit durch Deines Sohnes Schaffen
auch Du offenbar werdest.

Du hast Ihn zum Schaffenden gemacht
in allen fleischlichen Menschenleibern,
dass Er in die Zukunft lebend führe alle,
die durch Dich zu Ihm kamen.

Sie werden in der Zukunft leben dadurch,
dass ihr Seelenauge bereitet ist,
Dich zu schauen
als den wahrhaft Einigen Weltengrund
und den schaffenden Christus Jesus,
den Du zu ihnen gesandt hast.

Durch mich wurdest Du im Erdensein
wieder offenbar,
als die Erde Deine Offenbarung umwölkte.


Solches war Dein Wille,
der durch mich wirkte.

So auch, väterlicher Weltengrund,
lasse jetzt erstrahlen die Offenbarung,
die durch mich schon ward,
ehe Du in der Erdenwelt offenbar wurdest.

Durch mich ward das Wort,
das Dich offenbart,
in Menschenseelen offenbar,
die durch Dich zu mir kamen.
Du warst in ihnen,
durch Dich kamen sie zu mir,
und sie haben in sich genommen
die Erkenntnis von Dir.

Von ihnen ward erkannt,
dass, was ich zu ihnen sprach,
von Dir durch mich
zu ihnen gesprochen ward.

Väterlicher Weltengrund,
das erflehe ich,
dass sie,
die durch mich zu Dir gekommen sind,
immer sein mögen lebend bei Dir,
wie ich bei Dir bin,
und dass sie da schauen Deine Offenbarung,
die Du liebend vor mir erstrahlen ließest,
bevor die Erde noch war.

Durch mich ward offenbar das Wort,
das Dich offenbart,
und ich will tragen dies Wort
in Menschenseelen,
auf dass die Liebe, mit der Du mich liebest,
in ihnen sich bewahre,
und so auch mein ewiges Leben
ihr Leben ewig bewahre.


(Ein Helfer - ansonsten der Handlungshaltende - spricht:)

Ja, so sei es.



(Dann folgt die )


Die Heilige Ölung


(Dann wird das Öl mit dem Daumen und Zeigefinger
der rechten Hand genommen und die Worte gesprochen:)

In dem heilenden Öle,
Das außer deinem Leibe
Den Geist in die Höhen trägt,
Erfühle dich lebend-webend.

(Mit dem Öl wird über dem rechten Auge ein Kreuz gezeichnet.)


(Ein Helfer - ansonsten der Handlungshaltende - spricht:)

Ja, so sei es.


(Der Handlungshaltende spricht weiter: )

Christi Segen empfange
als lebentragende Kraft.
In ihr weset das Leben,
Das alles Tote besiegt.

(Mit dem Öl wird über dem linken Auge ein Kreuz gezeichnet.)


(Ein Helfer - ansonsten der Handlungshaltende - spricht:)

Ja, so sei es.


(Der Handlungshaltende spricht weiter: )

Christi starkes Seelenleben
Führet im schwachen Leibe
Von Dasein zu Dasein
Durch alle Weltenkreise.

(Mit dem Öl wird auf die Stirn, zwischen den Augen aber oben,
ein Kreuz gezeichnet.
[ Insgesamt ergibt sich damit ein Dreieck.] )


(Ein Helfer - ansonsten der Handlungshaltende - spricht:)

Ja, so sei es.


(Der Handlungshaltende spricht weiter: )

Vater unser,
der Du bist in den Himmeln,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.

Denn Dein
ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
- in Ewigkeit.
Amen!













____________________________________________________

Original Rudolf Steiner.


Siehe Text u.a. auch:
GA 344 (1994), 21.9.1922 , S.214-217, handschriftlicher Urtext.

Hohepriesterliches Gebet: GA 269 (1997), S.84-86 / 231, handschriftlicher Text.

Handlungsanweisungen sinngemäß Steiners und gemäß der aktuellen Praxis: FCAG.

Es wird reines Olivenöl (ideal aus drittem Erntejahr, erste Pressung) verwendet.
Die Substanz wird zuvor geweiht.









DIE AUSSEGNUNG



Ritual am Totenbett zu Hause
bzw. Aufbahrungsraum / in der Aussegnungshalle / Kirche


(Musik)


In die Ruhe des Seelenseins
Wandert die Seele unseres lieben
Entschlafenen.
In das Licht der Geisteswelt
Tritt der Geist unseres lieben Entschlafenen.
Ewiger Geist, der Du bist mit ihm,
Ewiger Geist, der Du bist mit uns,
Erfülle unsere Seelen.
Christus, der Du bist in uns,
Christus, der Du bist in ihm,
Erfülle unsere Gedanken.

Vater unser,
der Du bist in den Himmeln,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns heute,
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen. /

Lasse ihn finden, ewiger Geist,
Die Kraft des Lebens im Seelenlichte,
Lasse ihn weben in Deinem Weltenwillen.

Erhöre, ewiger Geist,
Deines Dieners Denken,
Das sich erhebt zu Dir.

Der Geist erfülle die Herzen der Anwesenden.
Die Anwesenden senden ihre Gedanken
aus dem Reich des Irdischen
Aus dem unser lieber
Vor- und Zuname
scheidet,

Hin in das Reich des Grenzenlosen,
Des außerzeitlichen Weltenseins,
In das er nun eintritt,
Zu leben in der Kraft des Willens,
Der in Christus
der Menschheit die Ewigkeit
hat erringen können,
Der für die Menschheit das Seelenauge erschlossen hat
Zu schauen die Welt des ewigen Seins.

In die Ruhe des Seelenseins
Wandert die Seele des lieben
Vor- und Zuname
In das Licht der Geisteswelt,
Tritt der Geist des lieben
Vor- und Zuname


(Besprengung des Sarges mit Weihwasser)


( Es folgt ggf. direkt das Begräbnisritual. wenn die Aussegnung vorher nicht möglich war.
Allerdings ist zu bedenken, dass der Text dann sehr lange ist;
wenn irgend möglich sollte eine kurze Zeit für eine extra Aussegnung vorher gefunden werden.)



(Die Trauergemeinde geht dazu vom Aussegnungsraum [Kapelle] zum Grab. )








_________________________________________________________________


Original Rudolf Steiner,
1919 an Hugo Schuster gegeben.

Rudolf Steiners Text ist hier in (Klammern) um die feminine Form ergänzt.
Handlungsanweisungen sinngemäß R. Steiners und gemäß der aktuellen Praxis: FCAG.
Siehe Text u.a. auch:
GA 343 (1993), 8.10.1921, vormittags, S. 520-521.

Das Weihwasser wird zuvor geweiht. Siehe Kap. «Zur Weihe der Substanzen».
Ggf. beginnt und/oder endet man mit der Bekreuzigung (siehe Letzte Ölung) (FCAG) :

Der Vatergott, sei in uns. / Im Namen des Vaters
Der Christus, schaffe in uns. / Und des Sohnes
Der Geistgott, erleuchte uns. / Und des Heiligen Geistes.

Dabei dreifache Bekreuzigung:
Rosen-/Sonnenkreuz = senkrechte Linie, waagrechte Linie, Kreis, Haupt und Brustraum umfassend
bzw. über den Sterbenden bzw. in den Raum hinein.








DAS BEGRÄBNIS

Zeremonie am Grab
oder an der Verbrennungsstätte



(Ggf. Ansprachen anderer / ggf. Musik)


(Es wird über dem Sarg groß das Kreuz gezeichnet
- erst waagrechter dann senkrechter Balkenzug -,
dann wird gesprochen: )

An der Stätte, da wir vereinen
Dein Sterbliches
dem vergänglichen Wesen der Elemente,
Erheben sich unsere Gedanken
zu dem Ort deiner Seele,
Im Offenbaren
des Vaters (Kreuzeszeichen),
des Sohnes (Kreuzeszeichen)
und des Heiligen Geistes (Kreuzeszeichen) .
Amen.

Ewiger Geist,
In dessen Willen die Seelen weben,
Erfasse Deines Dieners Seelenweben
Und lasse ihn erfahren
das Geistsein der Geister
Durch des Christus Kraft,
Der da sei in ihm,
Der da sei in uns.

Ich bin die Wiedergeburt im Tode,
Ich bin das Leben im Sterben,
So spricht Christus,
Der da sei in uns.
Wer m i c h erfühlet in sich,
Der lebet,
Auch wenn er stirbt;
Wer m i c h in seine Gedanken aufnimmt,
Der geht durch die Zeit in das Zeitlose.

Ewiger Geist,
Schaue auf uns.
Christus in uns.

(Es kann eine TRAUERANSPRACHE gehalten werden.)

Vater unser,
der Du bist in den Himmeln,
Geheiligt werde Dein Name,
Dein Reich komme,
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern,
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Amen!

Lasse ihn finden, ewiger Geist,
Die Kraft des Lebens im Seelenlichte.
Lasse ihn weben in Deinem Weltenwillen.
Erhöre, ewiger Geist,
Deines Dieners Denken,
Das sich erhebt zu Dir.

Der Geist erfülle die Herzen der Anwesenden.
Die Anwesenden senden ihre Gedanken
Aus dem Reich des Irdischen,
Aus dem der liebe
Vor- und Zuname
scheidet,
Hin in das Reich,
In das er tritt,
Und wo die Liebe des Geistes webet
Dem seligen Geiste das Seelenauge
Zu schauen der Geister Welt.
Da schaue er des Geistes Sein,
Da wirke er im Reich,
Dem er geneigt
Seine Gedanken,
Als dem Reich,
Das seine Seele
Nannte seine Heimat.
Durch Christum, der da sei in ihm.
Dahin folgen ihm unsere Gedanken
Wo er wirket als Geist unter Geistern.
Durch Christum, der da sei in ihm.
Amen.

(Besprengung des Sarges mit Weihwasser.)

Mit dem Atem des Lichtes sei durchdrungen
Diese Seele von dem dreieinigen Geiste -
dem Vater (Kreuzeszeichen) ,
dem Sohne (Kreuzeszeichen) ,
und dem Heiligen Geiste (Kreuzeszeichen) .
Amen.

Ewiger Geist, lasse ihm werden
Die Ruhe des Seelenseins;
Das Licht der Geisteswelt leuchte ihm.

(Über den Sarg wird - rechts, links, Mitte - Weihrauch ergossen.)


Bedenke, o Mensch,
Dass du dem Geiste verpflichtet bist
Für alles, was du vollbringst
In Gedanken, Worten und im Tun.

Mögest du finden, ewige Seele,
Im Tode die Wiedergeburt
durch die Kraft Christi,
Der durch seinen Tod überwunden hat
Der Menschen Seelentod;
Möge dir werden Seine Kraft,
Indem du trittst aus dem Irdischen
ins Geistige.
Amen.

Ewiger Geist,
Lasse ihm werden
die Ruhe des Seelenseins.
Das Licht der Geisteswelt leuchte ihm.

Amen.

(Der Sarg wird versenkt bzw. zur Verbrennung verbracht.)






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Original Rudolf Steiner,
1918/19 an Hugo Schuster gegeben.
Handlungsanweisungen sinngemäß Steiners und gemäß der aktuellen Praxis: FCAG.

Auch wenn Rudolf Steiner die maskuline Form verwendet, gilt alles auch für das andere Geschlecht!!

Siehe Text u.a. auch:
GA 343 (1993), 8.10.1921, S. 521-523.

Das Weihwasser wird zuvor geweiht.

Zur Benutzung von Weihrauch und Weihwasser:
Notfalls kann in der Aussegnung und der Bestattung auf die Substanzen Weihwasser und Weihrauch verzichtet werden,
im Text selbst wird kein Bezug auf sie genommen.

Das Begräbnis finden ab drei Tage nach dem Tode statt.

Wenn nicht anders möglich, können Aussegnungs- und Begräbnissritual zusammen gehalten werden.
Ggf. kann dann das Vaterunser einmal ausgelassen werden um nicht doppelt - in der Aussegnung und dem Begräbnis - vorzukommen.






Der Tod
ist schrecklich
oder kann wenigstens
schrecklich sein
für den Menschen,
solange er im Leben weilt.

Wenn der Mensch aber
durch die Pforte des Todes
gegangen ist
und zurückblickt
auf den Tod,

so ist der Tod
das schönste Erlebnis,
das überhaupt
im menschlichen Kosmos
möglich ist.


Rudolf Steiner, Ga 157, S.188









Die Opferfeier




DAS SAKRAMENT DER
OPFERFEIER



(Die Kerzen sind durch den links Handelnden entzündet.
Die Handelnden stehen vor Einlass der Feiergemeinschaft am Opfertisch,
Gesicht nach diesem gerichtet.
Nach dem Einlass öffnen alle ihre Bücher).
( - Es sind auch andere Formen möglich, siehe Hinweise am Schluss des Textes.)



E V A N G E L I U M


(Es spricht der in der Mitte Handelnde zum Opfertisch hin:)

Christi Taten auf Golgatha
Stehen vor unseren Seelen.

Die Weihe-Stimmung unserer Seelen
Offenbaret uns Christi Taten auf Erden.
Die Verehrung unserer Seelen
Betet zu Christi Menschheitsopfer.
Die Andacht unserer Seelen
Führe in diesen Opferraum
Das Erleben von Christi Menschheitsopfer.

(Pause)

Der Vatergott sei in uns,
Der Sohnesgott schaffe in uns,
Der Geistgott erleuchte uns.


(Der in der Mitte Handelnde wendet sich zur Feiergemeinschaft um
und spricht:)

Christus in euch.


(Der rechts Handelnde erwidert in Richtung Opfertisch:)

Und deinen Geist erfülle Er.

(Der in der Mitte Handelnde wendet sich wieder zum Opfertisch um.)
(Nun spricht der rechts Handelnde in Richtung Opfertisch:)

Zu dem Vatergotte wenden
Wir unseren Geist.
Er webt im Weltengrunde,
Er lebt in unserer Menschheit.
Wir sind alles,
Was wir sind
In Seinem Sein,
Durch Seine Kraft.

Zu dem Sohnesgotte wenden
Wir unsere Seele.
Er waltet als ewiges Wort
In Weltensein und Menschenwesen.
Wir finden Trost
Für unsere Schwachheit
In Seiner Stärke,
In Seiner Opfertat.

Zu dem Geistgotte wenden
Wir unseren Willen.
Er leuchte in unseren Entschlüssen,
Er walte in unseren Taten.
Wir finden Stärke
In unserer Finsternis
Durch Sein Licht
Und Seelenkraft durch Ihn
Als Geistessonne.


(Zum Opfertisch gewandt spricht der links Handelnde:)

Mein Herz trage in sich
Das Bewusstsein Deines Lebens,
O Christus;
Meinen Lippen entströme
Dein reines Wort,
O Christus.
Deine Gnade würdige
Mich, zu sprechen Dein Wort,
O Christus.


(Alle drei Handelnden wenden sich zur Feiergemeinschaft.
Kleine Pause, dann spricht der links Handelnde zur Feiergemeinschaft hin:)

Es wird nun verkündet das Evangelium nach:


(Zur
VERLESUNG DES EVANGELIUMS
durch den links Handelnden stehen alle auf.)

(Nach dem Evangelium wenden sich alle drei Handelnden
zum Opfertisch zurück.)

(Der in der Mitte Handelnde spricht:)

Wir erheben unsre Seele
Zu Dir, O Christus.
Dein Evangelium
Als reines Wort,
Tilget aus unsern Worten,
Was unrein in ihnen ist.


(Nur zu Pfingsten wenden sich alle Drei wieder zur Feiergemeinschaft um
zur Verlesung des Pfingst-Hymnus «Veni creator spiritus»
in der Übersetzung Goethes durch den in der Mitte Handelnden
und wenden sich danach wieder zurück.

Text siehe: Pfingsthandlung der Kinder-Sonntagshandlung)

(Dann bzw. während des restlichen Jahres wendet sich nach obigen Worten
der in der Mitte und der rechts Handelnde zur Feiergemeinschaft um.


Der in der Mitte Handelnde spricht mit Segensgebärde:)

Christus in euch.


(Der rechts Handelnde antwortet zur Feiergemeinschaft:)

Und deinen Geist erfülle Er.


(Beide wenden sich wieder zum Opfertisch um.)

(Größere Pause)



O P F E R U N G


(Der rechts Handelnde spricht zum Opfertisch hin:)

Dir, ewiger Weltengrund,
Webend in Raumesweiten
Und in Zeitenfernen,
Opfern die heiligsten Gefühle
Deiner Menschensprossen
Hingegebene Herzen.

Du schauest in die Schwächen
Dieser Herzen;
So ströme zu Dir auch
Die Sehnsucht dieser Herzen.


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Ja, so sei es.


(Der in der Mitte Handelnde spricht, sehr langsam, zum Opfertisch hin:)

All unser Menschensein
Denke hin zu Christi Tat.

Unser Leib sehnet sich
Nach Christi Kraft,
Unser Blut sehnet sich
Nach Christi Licht.

(Mit erhobenen Armen und Blick zum Bild, frei gesprochen:)

In Deinen Sonnenhöhen
O Christus, schaue
Auf das Opfer
Unseres Menschenseins;
Unseres beseelten Leibes,
Unseres durchgeisteten Blutes.
Sie seien in Dir,
Du seiest in ihnen.


(Der rechts Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Aus des Menschen Seelenopfer,
Aus des Menschen Geistesopfer,
Werde das wesenschaffende Liebefeuer,
Das walte von Mensch zu Gott,
Das walte von Mensch zu Mensch.


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Ja, so sei es.


(Der in der Mitte und der rechts Handelnde wenden sich zur Feiergemeinschaft um,
der in der Mitte spricht mit Segensgebärde:)

Christus in euch.


(Der rechts Handelnde antwortet zur Feiergemeinschaft:)

Und deinen Geist erfülle Er.


(Beide wenden sich zum Opfertisch zurück.)

(Größere Pause)



W A N D L U N G


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Unser Denken leuchte
Dir entgegen,
Unser Fühlen sehne
Sich nach Dir,
Unser Wollen krafte
Nach Dir,
Göttlicher Weltengrund.


(Der rechts Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Unser Schicksal walte
Mit Dir,
Unser Leben fließe
In Dir,
Unser Sehnen trachte
Nach Dir,
Christus, Du Walter für uns.


(Der in der Mitte Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Er hat sich geeint,
Bevor Er hinging
Zum Menschentode,
Mit den Seinen.

Er weihte Seinen Leib
- Den Träger Seiner Seele -
Dem göttlichen Weltengrund.
Er weihte Sein Blut
- Den Träger Seines Geistes -
Dem Lichte des Weltengrundes.

Und so gab Er sich hin
Den Seinen.

So lasset in Geistes-Wandelung
Unseren Leib
- Unserer Seele Träger - ,
Unser Blut
- Unseres Geistes Träger -
Werden Seinen Leib,
Werden Sein Blut.

Er sprach:
Nehmet hin;
Seine Gnade lasse uns sprechen:
Nimm hin.

Wir möchten
Dir geben:
Das Opfer,
Im Lichte
Deines Opfers,
Suchend unser Sein
In Deinem Sein.

Christus walte
Heil-tragend
In unserer Seele,
Kraft spendend
In unserem Geiste.


(Der rechts Handelnde spricht zum Opfertisch hin:)

Christus ist in uns.
Sein Licht leuchtet,
Seine Gnade waltet,
Seine Kraft webet allhier.


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Der Geist-Gott
Walte über unser Denken,
Webe in unserem Fühlen,
Wirke aus unserem Wollen.

(Alle Handelnden wenden sich zur Feiergemeinschaft um.

Der in der Mitte Handelnde spricht mit Segensgebärde:)

Christus in euch.


(Der rechts Handelnde antwortet zur Feiergemeinschaft:)

Und deinen Geist erfülle Er.


(Der links Handelnde spricht:)

Ja, so sei es.


(Alle Handelnden wenden sich wieder zum Opfertisch.)

(Größere Pause)



K O M M U N I O N


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

O Christus, Du hast
In unerschöpflicher Güte,
In unermesslicher Liebe,
In grenzenloser Gnade,
Den Frieden gegeben
Den Deinigen.


(Der rechts Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

So mache unseren Geist
Hell von Licht erfüllt,
So mache unser Wort
Rein von Gedanken erfüllt,
So mache unser Herz
Lauter und sündenrein.


(Der in der Mitte Handelnde spricht langsam, zum Opfertisch hin:)Christus in uns.

Sein heller, lichterfüllter Geist
In unsrem Geiste,
Seine reinen, seelewarmen Gedanken
In unsrer Seele,
Sein lautres, sündenreines Herz
In unsrem Herzen.

Christus, wir empfangen Dich:

Zur Gesundung unsres Leibes,
Zur Gesundung unsrer Seele,
Zur Gesundung unsres Geistes.


(Der links Handelnde spricht, zum Opfertisch hin:)

Ja, so sei es.


(Alle drei Handlungshaltende wenden sich zur Feiergemeinschaft um.
Zur Kommunion stehen die dazu bereiten Teilnehmer auf,
bzw. sitzen in der ersten Reihe.)

(Der rechts Handelnde geht zu ihnen,
berührt mit folgenden Worten deren Stirn mit Zeige- und Mittelfinger: )

Christi Geist lebe in dir.


(Der/die Empfangende antwortet:)

Ich darf empfangen Christi Geist.


(Der rechts Handelnde geht wieder auf seinen Platz, mit Blick zum Opfertisch,
gleichzeitig wenden sich die beiden anderen Handlungshaltenden mit ihm zurück.)

(Größere Pause)



S C H L U SS


(Alle Handelnden wenden sich zur Feiergemeinschaft um.

Der in der Mitte Handelnde spricht mit Segensgebärde:)

Christus in euch.


(Der rechts Handelnde antwortet:)

Und deinen Geist erfülle Er.


(Der links Handelnde spricht:)

Nehmet hin dies,
Als die opfernde Tat
Der Menschenseele.


(Der rechts Handelnde spricht:)

Ja, so sei es.


(Die Handelnden wenden sich wieder zum Opfertisch hin.
Die Handlungsbücher werden geschlossen.)

(Musik möglich.)



(Die Feiergemeinschaft verlässt den Raum.

Danach werden die Kerzen vom links Handelnden gelöscht.
Die Handelnden verlassen ihre Plätze am Opfertisch.)











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Original Rudolf Steiner,
1923 den freien christlichen Religionslehrern der Freien Waldorfschule in Stuttgart gegeben.
Handlungsanweisungen gemäß Rudolf Steiners (im Original sind keine vollständigen Anweisungen gegeben)
und der gegenwärtigen Praxis insbesondere in den Freien Waldorfschulen.

Angaben und Beiträge zur Opferfeier siehe auch in:
«Hinweise zu den Handlungen des freien christlichen Religionsunterrichts und zur Raumgestaltung», Ausarbeitung:
Helmut von Kügelgen, Januar 1993. Zu beziehen bei der Pädagogischen Sektion, Goetheanum, Dornach,
bzw. als private Kopie ggf. beim FKFK.
Siehe Text u.a. auch:
GA 269 (1997), S.63-79, handschriftliches Original (Faksimile).

Andere Formen - von der IFCAG skizziert - ,wie z.B. die KREIS-Form
oder wie z.B. ein Einschub für eine Gründonnerstagshandlung (mit Brot und Wein),
siehe Kultus-Handbuch

Siehe hier auch Bemerkungen zur «direkten»/«indirekten» Kommunion.





Hinweise zur Handhabung:

DREHUNGEN:
Der die Handlung in der Mitte Vollziehende wendet sich immer gegen den Uhrzeigersinn, so dass er insgesamt einen ganzen Kreis beschreibt.
Die rechts und links Handelnden bewegen sich so, dass sie jeweils nur einen Halbkreis hin und den gleichen Weg zurück machen. Dabei drehen sie sich immer über die Mitte.

SEGENSGESTE:
Zu den im Laufe der Opferfeier fünfmal wiederholten Worten: "Christus in euch" hat Rudolf Steiner die folgende Haltung angegeben:
Die Arme werden nur halb erhoben (die Ellenbogen sind angezogen), die Handflächen sind segnend nach außen gewendet; die geschlossen gehaltenen Finger leicht nach vorne gekrümmt.
Nach der Antwort «Und deinen Geist erfülle er.» wird die Geste zurückgenommen. (Mit der Antwort ist nicht der Geist des Handelnden, sondern der der Teilnehmer gemeint.)

KOMMUNIONSAKT:
Der rechts Handelnde berührt mit dem Zeigefinger und mit dem Mittelfinger zusammen die Mitte der Stirn des Kommunikanten, indem er frontal zum Kommunikanten steht. Die Berührung kann so lange dauern, bis die Worte «Christi Geist lebe in Dir» gesprochen sind. Sie kann auch nur für den Augenblick eines Wortes währen.

EINLASS/AUSGANG:
Alle Teilnehmer (Schüler/Erwachsene) gehen zusammen herein. Diejenigen die zur Kommunion gehen wollen setzen sich in die erste Reihe, bzw. stehen dazu auf, während die Anderen sitzen bleiben.
Der Einlass/Ausgang findet ohne Begrüßung/Verabschiedung statt.

Üblicherweise stehen die Handlungshaltenden beim Einlass bereits am Altar und verlassen diesen wenn alle wieder draußen sind.
Es sind aber auch Formen des gemeinsamen Handelns möglich, indem alle mit den Handelnden gemeinsam beginnen/enden und diese aus den Reihen aller kommen, sowie dass man mehr in einer Kreisform sitzt (FCAG), etc.!





Zur Opferfeier:

«Diese Handlung kann überall gehalten werden, wo Menschen sind, die sie wünschen!»
Rudolf Steiner, GA 265, S.38-39

Die «OPFERFEIER» ist der Strom, « von dem ein anthroposophischer Kultus ausgehen»,
in den er sich stellen kann.
Rudolf Steiner zu René Maikowski, GA 269, S.133

«Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung
muss aus dem selben geistigen Strom hervorgehen wie die Schulhandlungen,
gewissermassen eine Fortsetzung dessen, was in Form und Inhalt
in der Opferfeier gegeben war...».
Rudolf Steiner zu René Maikowski, GA 269, S.133





Brot und Wein ?

«Es wäre unrichtig zu meinen, in der Opferfeier gäbe es keine Substanzen. Sie sind da in Gestalt des Leibes und des Blutes des Menschen ...»
Maria Lehrs-Röschl, GA 269, S.126

«Und so wird für alle diejenigen, welche das äußere Symbolum brauchen, um einen geistigen Actus zu vollziehen, nämlich die Vereinigung mit dem Christus, das Abendmahl der Weg sein, der Weg bis dahin, wo ihre innere Kraft so stark ist, wo sie so erfüllt sind von dem Christus, dass sie ohne die äußere physische Vermittlung sich mit dem Christus vereinigen können. Die Vorschule für die mystische Vereinigung mit dem Christus ist das Abendmahl - die Vorschule. So müssen wir diese Dinge verstehen. Und ebenso wie alles sich entwickelt vom Physischen zum Geistigen hinauf unter dem christlichen Einfluss, so müssen sich zuerst unter dem christlichen Einfluss heranentwickeln die Dinge, die zuerst da waren als eine Brücke: Vom Physischen zum Geistigen muss sich das Abendmahl entwickeln, um hinzuführen zur wirklichen Vereinigung mit dem Christus.»
Rudolf Steiner, 7.7.1909, GA 112 & GA 269

«Dadurch werden Gedanken - als meditative Gedanken - im Menschen leben können, die eben dasselbe sein werden, nur von innen heraus, wie es das Zeichen des Abendmahles - das geweihte Brot - von außen gewesen ist ...
Aber dann werden sich auch alle Zeremonien ändern, und was früher durch die Attribute von Brot und Wein geschehen ist, das wird in Zukunft durch ein geistiges Abendmahl geschehen.»
Rudolf Steiner, 13.10.1911, GA 131

Friedrich Rittelmeyer: «Ist es nicht auch möglich, Leib und Blut Christi zu empfangen ohne Brot und Wein, nur in der Meditation?»
Rudolf Steiner: «Das ist möglich. Vom Rücken der Zunge an ist es dasselbe.»
GA 265, S.27

(So können die in uns lebenden meditativen Gedanken) «eben dasselbe sein, nur von innen heraus, wie es das Zeichen des Abendmahls
- das geweihte Brot - von außen gewesen (ist).»
Rudolf Steiner, 13.10.1911, GA 131, S.204

«Die verschiedenen Angaben Steiners «zusammengeschaut, machen klar, wo die Opferfeier auf der Linie historischer Entwicklung einzureihen ist: nicht vor, sondern nach der Messe mit Brot und Wein.»
Maria Lehrs-Röschl, GA 269, S.128



Die Opferfeier ist die kultushistorisch fortgeschrittene, zeitgemäße "Messe",
mit der "direkten" Wandlung von Leib und Blut des Menschen,
sie braucht nicht mehr den "indirekten" Weg über die Substanzen Brot und Wein;
Christus wandelt und verlebendigt fortlaufend alle Erdensubstanz.
Das können wir uns jederzeit bewusst machen und dadurch die Durchchristung aller Natur
- und so auch von "Brot und Wein" - und die Transsubstantiation ERleben.

Im Gedenken an die gemeinschaftsbildende Abendmahl-Liebes-Handlung Christi an Gründonnerstag,
könnte aber eine Einschiebung mit Brot und Wein zur Kommunion in der Opferfeier vorgenommen werden.






Opferfeier-Kreis

«Eine kultische Arbeit in der anthroposophischen Bewegung muss aus dem selben geistigen Strom hervorgehen
wie die Schulhandlungen, gewissermassen eine Fortsetzung dessen,
was in Form und Inhalt in der Opferfeier gegeben war...».
Rudolf Steiner zu René Maikowski (GA 269 (1997), S.133)

Eine Fortsetzung! ... Damit wird einerseits deutlich, dass Rudolf Steiner einer «kultischen Arbeit» in der anthroposophischen Bewegung positiv gegenüber stand, und sogar aufforderte, an einer Weiterentwicklung zu arbeiten und hierbei auf die Opferfeier als Ausgangspunkt verwies, damit jedoch gleichzeitig auch die Opferfeier nur als "Zwischenstation" bewertete, zumindestens für die Arbeit außerhalb der Waldorfschulen/Heime und gleichzeitig - wie es ja Lehrs-Röschl schon kundtat ("überall") - dem Einsatz der Opferfeier auch außerhalb der Schulen zustimmte.
Das sind also fundamentale, großartige Perspektiven, auch wenn wir als kultisch engagierte Anthroposophen damit vor besonderen Aufgaben stehen.

Weil eine Fortsetzung des «Inhalts» der Opferfeier wesentlich schwerer zu erreichen ist, haben wir zunächst die Frage aufgegriffen, wie wir der «Form» eine «Fortsetzung» geben könnten.

Dabei waren uns Fragen aus der Praxis wegweisend.
Gerade wenn die Opferfeier außerhalb der Schule gefeiert wird, geschieht dies meist in einem kleinen Rahmen. Hier steht in der Regel kein "vorschriftsgemäßer" Altar und Raum zur Verfügung.

So entstanden die Fragen:
1. Ist die Opferfeier weniger wirksam wenn die Form eine andere,
den gegebenen (Schicksals-)Umständen gemäße ist?
2. Inwiefern wandelt sich auch die Sozial-Form?

Auf der Suche nach einer Form, die dem brüderlichen Gemeinschaftsaspekt mehr entspricht,
fanden wir die KREIS-Form,
die auch schon in verschiedenen Schulen/Heimen angewandt wird.

Es müsste für die Kreis-Form noch nicht einmal das bisher Gegebene prinzipiell verändert werden:
Denken wir uns alles nur kleiner, konzentriert, aus dem frontalen Geschehen in die Mitte,
bzw. in die Runde des Kreises gestellt,
der nun wie ein Brennglas die Wirkungen pfingstlich bündelt.



Daraus ergibt sich für die Praxis - in aller Freiheit - folgende A n r e g u n g :

+ Prinzipiell: Sie sitzen (oder stehen?) im K R E I S .

+ In die Mitte oder in der Runde stellen Sie ein Tischchen, mit einer roten Tischdecke

+ darauf einen kleinen, siebenarmigen Kerzenständer (der ggf. schwarz gefärbt sein könnte),
dessen (weiße) Kerzen von außen nach innen kleiner werden (wie auch bisher)

+ und ggf. mit einem kleinen Christusbild (in einem Holzrahmen) vor den Kerzen,
auf das die Handlungshaltenden schauen.

+ Alle Teilnehmer - auch die Handlungshaltenden (die "Sprecher") -
kommen zusammen, bzw. je nach Bedarf vorher, herein und setzen sich.

Die drei Handlungshaltenden setzen sich zusammen, genau/frontal
gegenüber dem Kerzenständer mit dem Bild davor (oder verteilen sich in einem Dreieck im Kreis).

+ Die drei Handlungshaltenden (oder auch alle Teilnehmer) stehen zur Handlung.

+ Anzünden und Löschen der Kerzen könnte aus dem Kreis übernommen werden.

(Drehungen - vom Altar zur Gemeinschaft - fallen im Kreis weg, da der Altar in der Mitte ist.)

Letztlich wäre die Opferfeier - wenn Sie das vermögen - überall,
auch z.B. in freier Natur, stehend im Kreis oder wie auch immer,
so auch ohne jegliche Gegenstände möglich,
bis dahin, dass auch das Sprechen im Kreis wandert.

In der individuellen und konkreten Praxis können und müssen somit verschiedene Details
dieser entsprechend bedacht, erfühlt und erprobt werden.

Fragen Sie nach unseren Erarbeitungen und Erfahrungen !
VDL




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Ich hebe Dir mein Herz empor
als rechte Gralesschale,
das all sein Blut im Durst verlor
nach Deinem reinen Mahle,
o CHRIST !

O füll es neu bis an den Rand
mit Deines Blutes Rosenbrand,
dass: DEN fortan ich trage
durch Erdennächt' und -tage,
DU bist !


Christian Morgenstern












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